Sibirischer Tiger

Der sibirische Tiger

Die grösste Katze

Mit einer Körperlänge von bis zu 280 cm ist der sibirische Tiger die grösste Katze der Welt. Vor allem wegen seinem einzigartiges Fell mit den schönen Streifmuster ist diese Tigerart wohl die bekannteste und auch eines der beliebtesten Raubtier überhaupt.

Wie und wo lebt der Sibirische Tiger?

Der sibirische Tiger lebt eigentlich nicht in Sibirien, sondern im Amur-Ussuri-Gebiet, vo die meisten Tagen des Jahres Schnee liegt. Das riesige Territorium eines Tigers kann bis zu 3'000 Quadratkilometer gross sein. Sein Revier teilt die Katze meistens mit zwei Weibchen. Wenn die Beute rar ist, kann es auch vorkommen, dass ein Tiger das Gebiet der Menschen erobert und auch mal einen Hund oder ein Vieh tötet. Die Männchen, wie auch die Weibchen markieren ihr Revier mit Urin und Kratzspuren an bestimmten Bäumen. Die Weibchen haben ihr eigenes Revier, wobei sich auch ein Männchen-Revier mit einem Weibchen-Revier überschneiden kann - nicht etwa umgekehrt! Das Tigermännchen führt ein eigenständiges Leben und ist dem Weibchen gegenüber tolerant. Es duldet auch, dass Tiere beiderlei Geschlechte sein Revier durchqueren.

Wie fängt der Sibirische Tiger seine Beute?

Trotz seiner grossen Kraft und scharfen Sinne verbringt der Tiger viel Zeit mit der Jagd nach Beute. In der Regel ist nur einer von zehn Angriffen erfolgreich. Vorsichtig schleicht sich das Tier zehn bis 25 Meter an sein Opfer heran, überfällt es mit einen kräftigen Satz und packt es im Nacken. Dabei bleiben seine Hinterbeine fest am Boden. Verfehlt der Tiger seine Beute, verfolgt er sie vielleicht noch etwa 200 Meter, erwischt sie dann jedoch meistens nicht mehr. Nach dem Töten wird das Beutetier in Deckung gebracht, wenn möglich in Wassernähe, wo der Tiger dann frisst und trinkt. Danach versteckt die Katze der Rest ihrer Mahlzeit und es folgt einen entspannenden Verdauungsschlaf. Später kehrt der Jäger zum Versteck zurück und frisst der Rest seiner Beute - nachdem er seine Nahrungskonkurenten vertrieben hat.

Besonders Anpassungsfähig

Das Winterfell des Sibirischen Tigers ist im Gegensatz zum rötlichen Orange, der in wärmeren Klima lebenden Tieren, mehr gelblich. Sein helles Fell tarnt ihn sehr gut in der Schneebedeckten Landschaft. Der Sibirische Tiger muss mit Temperaturen bis minus 45 Grad Celsius leben. Dafür hat er ein speziell dickes und langes Fell. Als einzige Tigerrasse hat er zudem an Flanken und Bauch eine bis zu fünf Zentimeter dicke Fettschicht, die ihn gegen die eisigen Winde und frostigen Temperaturen schützt.

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